Mittwoch, 7. Januar 2015

Weihnachtsfeier

Dienstag war es dann so weit und wir haben Weihnachten gefeiert. Die Ratenkowi haben dafür Vitja's Gitarren-Lehrerin und ihre Familie, hier aus Saigrajewa eingeladen und ich meine Freundin Olga mit ihrer Familie aus dem Nachbardorf. Mein Wohnzimmer ist nach dem Renovieren noch etwas kahl, aber der Weihnachtsbaum, die bunte Lichterkette und vor allem die netten Leute, gaben dem Raum nach dem ersten Kennenlernen doch eine warme Athmosphäre.



















Valeri hat uns die Weihnachtsgeschichte vorgelesen, wir haben gesungen, gespielt, kleine Weihnachtsgeschenke ausgetauscht und dann Gemeinsam gegessen und gute Gemeinschaft gehabt. Es war eine schöne Feier, auf der neue Freundschaften entstanden sind. Vielen dank für Eure Gebete!














Gestern habe ich dann mein Weihnachtsgeschenk an Olga und ihre Familie eingelöst. Einen Tag mit der Familie in Ulan-Ude. Wir waren im Kino, haben miteinander zu Mittag gegessen und zum Schluß waren wir noch auf dem Lenin-Platz, auf dem im Moment die Eisrutschen und Eisskulpturen stehen.


Obwohl die Sonne schön schien, wurde es uns nach einer 1/2 Stunde doch zu kalt (bei -18°), aber wir hatten viel Freude an den schönen Figuren!

 Шэнэ Жэдээр (Schänä Djädäär) ist der burjatische Neujahrsgruß!
















Um 18:00 war ich wieder zu Hause und nun bereite ich mich auf das Mädels-Wochenende vor. Wenn alle kommen werden wir zu Elft sein. Unsere Themen: Freundschaft, Liebe, Ehe, Single sein, aber vor allem "die Qualität unserer Beziehung zu Gott, bestimmt die Qualität unserer Beziehungen zu anderen".
 Bitte betet, dass dieses Wochenende dazu beiträgt, dass wir in gesunden Beziehungen leben, egal ob wir nun Single oder verheiratet sind.

Sonntag, 4. Januar 2015

2015 - das Jahr in dem ich meinem Blog neues Leben einhauche!!!

 Sie sollen dem Herrn die Ehre geben und
 seinen Ruhm auf den Inseln verkünden. 
Jesaja 42, 12
Als Team haben wir in der letzten Zeit viel über unsere Ziele nachgedacht, und auch für jeden einzelnen Jahrespläne erstellt. Eines meiner Ziele in diesem Jahr ist, den Blog wieder zu beleben.
Dafür gibt es natürlich mehrere Gründe -  ein Grund ist, dass ich meine Freunde, Familie, Unterstützer und Mitbeter besser informieren will. Aber es geht dabei nicht vordringlich um mich, oder was wir hier als Team erreichen, sondern um das, 

WAS GOTT HIER MIT UNS, UND DEN MENSCHEN UM UNS HERUM MACHT!


Mit diesem Sonnenaufgang vom Neujahrstag, wünsche ich Euch ein gesegnetes Neues Jahr in dem wir, Jesus und die Menschen um uns herum noch mehr lieben lernen!!!

Weihnachten, Neujahr und Weihnachten, so sieht der Kalender bei uns hier in Burjatien im Dezember und Januar aus. Jaha, wir feiern mehrmals Weihnachten. So haben wir als Missionsteam am 24.12. unsere Weihnachtsfeier gehabt. Art und Lisa Blaker, die in Ulan-Ude die Missionarskinder unterrichten, sind am 25. und 26. mit mir hier in Saigrajewa gewesen. Wir haben die Ruhe miteinander sehr genossen. Am 1. Weihnachtstag hat es hier ganz wunderbar geschneit und das Lied "Leise rieselt der Schnee" drückte es ganz fantastisch aus.
 
Ich finde man kann schon an diesen fast unwirklichen Schneeflocken sehen, was für eine Ruhe das verbreitet hat.

Am 28. haben wir dann in unserer Gemeinde in Ulan-Ude mit den Kindern gefeiert. 

Silvester und Neujahr ist in Russland traditionell das größte Fest und das haben wir in diesem Jahr mit unseren Gästen im niegel-nagel-neuen Haus der Ratenkowi zelebriert.

Für den 06.01. haben wir 2 Familien aus der Umgebung und ein paar Jugendliche zu mir nach Hause eingeladen. Ich bin schon ganz gespannt darauf. Bitte betet doch mit, dass dies ein schönes Erlebnis für uns alle wird und dass wir unseren Freunden Jesus näher bringen können.

Donnerstag, 29. November 2012

Arbeitstage


Freitag und Samstag waren bei uns noch einmal Arbeitstage auf dem Bau. Nachts hatten wir Temperaturen von -17 und -20°C, und für mich hört schon bei 5°C die Freude bei der Arbeit auf. Aber unsere SEND Männer und Lisa waren trotzdem bereit nocheinmal so richtig mitzuhelfen.


Es war nicht nur kalt, sondern auch ganz schön gefährlich. Hier sind Leif und Dave gerade dabei eine Latte im 1. Stock an die Aussenwand zu nageln. Die Leiter steht hier auf 2 nicht angenagelten Brettern!



Unsere Kettensäge hat mal wieder ihren Geist aufgegeben und so waren wir froh, dass mein Generator, nach einer kleinen Wärmekur, gut gearbeitet hat.


Hier ist Lisa, wenn ihre Füße zu kalt wurden, ist sie mit ihrem Hund um die Wette gelaufen. Das hat sie wieder aufgewärmt. Meine Emma war natürlich nicht so begeistert davon, dass noch ein anderer Hund zu besuch war, aber sie hat es überlebt und ich habe sie nachher dann ein wenig verwöhnt :-).



Zum Mittagessen gab es heißes Chili ...


Die Kinder haben wunderbar miteinander gespielt und am Nachmittag ...



 ... haben wir gemeinsam Pizza gebacken, ...


... das hat ihnen viel Spaß gemacht.


Hier seht ihr die Verwöhnakton :-)

Wir sind sehr dankbar für diese Hilfe und für das "warme" Wetter, denn heute Nacht hatten wir nur noch -32°C... 

Sonntag, 7. Oktober 2012

Und wieder ein Bau :-)


Mitte August haben wir mit dem Bau des Hauses der Ratenkowies begonnen. Ja es wird das Haus der Ratenkowies und nicht das Gemeindehaus :-(.

Wir leben ja in Russland und da ändern sich die Pläne schneller als man denken kann.  Eigentlich sollte hier ja ein Gemeindehaus entstehen, aber dafür ist kein Geld mehr da und so haben wir entschieden, dass mein Haus auch ein gutes Gemeindehaus werden kann :-). Der Teil meines Hauses, in dem jetzt die Ratenkowies wohnen gibt einer kleinen Gemeinde alles, was man am Anfang so braucht. Das große Wohnzimmer, gibt ohne Möbel schon einen guten Versammlungsraum ab, das Kinderzimmer einen Sonntagschulraum, das Gästezimmer ein Mutter und Kindraum und eine Küche und ein Bad hat es auch. Und da man ein Haus ja auch nicht unter der Woche leer stehen lassen kann ist meine kleine 1-Zimmer-Wohnung genau das richtige.


Nicht nur die Finanzen sind ein Problem, sondern es besteht auch ein Mangel an Arbeitern und so waren wir froh, dass Inokenti und Mischa aus der Gefährdetenhilfe der Suckaus uns für zwei Wochen geholfen haben.Und natürlich konnten wir auch da das Material nicht unbeaufsichtigt lassen und so haben die beiden dort im Zelt übernachtet. Meine Helden, denn gerade in dieser Zeit hatten wir den ersten Nachtfrost!!!




 In diesen 2 Wochen konnte das Fundament fertig gestellt werden.



Und so weit sind wir bisher gekommen. Wir bauen in der "Kanadischen Bauweise", sodass erst ein Holzgerüst gebaut wird, dass dann mit Isoliermaterial gefüllt wird und innen mit Reedgibsplatten und außen mit Kunststoff verkleidet wird.


Unter dem Haus wird es einen Kartoffelkeller und den Frischwassertank geben.


Wir sind Gott von Herzen dankbar für das Trockene Wetter!! Obwohl es Nachts schon recht kalt ist, sind die Tagestemperaturen gerade richtig für diese Arbeiten.

Morgen sollen wir wieder neues Baumaterial bekommen und wir hoffen, dass wir das Dach in diesem Jahr noch fertigstellen können und dann wollen wir im nächsten Jahr weiter machen ...

Sonntagsschule

Hurra, seit gestern hat die Gemeinde im Osten von Ulan-Ude wieder eine Sonntagsschule! Der Raum ist groß und wir dürfen ihn nach Herzenslust dekorieren! Natürlich wird der Raum auch anderweitig genutzt, aber die Anderen dürfen ihn nicht verändern oder etwas darin abstellen oder sonst noch etwas tun, das den Unterricht für die Kinder stören würde!!!



Unser Thema für dieses Jahr "Wir gehen auf eine große Schiffsreise" und so haben wir den Raum dann auch dementsprechend dekoriert.



Ich bin natürlich froh, dass die Kinder wieder ihren eigenen Gottesdienst haben, aber was mich vor Allem glücklich macht ist, dass ich nur noch für die Lieder verantwortlich bin. Es ist schon witzig, das gerade ich dafür verantwortlich bin, aber das zeigt nur den niedrigen Level der Musikalität unter unseren Mitarbeitern. Mein Musiklehrer aus Brake hätte mich für diesen Job bestimmt nicht empfohlen :-).


Vera und Natascha sind die Leiter und Marina und Kristina sind ihre Helfer. Bitte betet für sie, denn dies ist das erste Mal, dass sie die ganze Verantwortung tragen und ich nur helfe.

Donnerstag, 13. September 2012

Nachbarschaftsfest

Um Kontakte zu unseren Nachbarn zu knüpfen, und den Sportplatz um einen Kinderspielplatz zu erweitern, haben wir einen Nachbarschaftsverein gegründet.
Das war eine große Aufgabe für Valera, er musste unzählige Formulare ausfüllen und immer wieder an die Türen unserer Nachbarn klopfen.
Manchmal war das für ihn ganz schön entmutigend, denn es kamen immer nur sehr wenige zu unseren Nachbarschaftstreffen. Immer wieder habe ich ihn ermutigt, denn ich bin der Meinung, dass jeder noch so kleine Kontakt zu den Menschen hier in Saigrajewa hilft, um unseren Herrn Jesus bekannt zu machen.
Vor ein paar Wochen haben wir dann erfahren, dass es noch 3 weitere Nachbarschaftsvereine hier in Saigrajewa gibt und die staatliche Gemeine ein Nachbarschaftsfest für diese plant. Und Samstag war es dann soweit. 




Uns wurden einige Aufgaben dafür gestellt. Hier sind Andre und Valeri gerade dabei 2 Kartons mit Geschenkpapier zu verschönern, in denen wir Second Hand Kleidung und Schulutensilien für bedürftige Kinder gesammelt haben.



Unser Stand sollte natürlich schön fröhlich aussehen und Luftballons sind ja immer eine Freude für Kinder ...



Hier seht ihr Valja mit ihrem Sohn Albert. Ich freue mich natürlich über diesen so deutsch klingenden Namen, aber auch darüber, dass hier eine Russin mit einem Burjaten verheiratet ist. So oft kommt das nämlich gar nicht vor.


Jana ist die junge Frau von Sascha, der unser Haus gebaut hat ...


Tasja hat uns alle mit ihrem Borscht zum Mittagessen versorgt ...


Hier noch eine Gemüserkreation für die Deco ...


Und schon sind wir unterwegs...


Hier zum Vergleich einer der anderen Nachbarschaftsvereine ...



 Man kann sehen, dass wir noch eine Menge Motivationsarbeit bei unseren Nachbarn leisten müssen, damit wir auch so eine große Gruppe bilden können. Wir waren froh, ein paar Leute aus Ulan-Ude eingeladen zu haben, die uns unterstützen ...



Natascha und Marina halfen uns dabei, ein Frauen-Volleyball-Team zu bilden ...




Ohne Dima und Sascha hätten wir auch beim Fussball nicht mitmachen können ...



Und Marina, Lera und Sascha haben das Programm für uns auch sehr schön abgerundet.


Nach den vielen sportlichen Aktivitäten hatten wir uns eine Pause redlich verdient ...


Kurz gesagt: wir hatten einen wunderbaren Tag, an dem wir viele neue Leute kennengelernt haben.

Mittwoch, 5. September 2012

Bogenschießen und Alltäglichkeiten ...

Zuerst einmal die Wetternachrichten :-) Nach diesem verregneten Sommer haben wir nun schon eine Woche lang wieder Burjatien-Wetter. Hurra!!!

Im Sommer gibt es hier 4 Monate lang kein heißes Wasser, und eigentlich wollte ich mir ja eine kleine Sonnenenergie-Wasserheizung bauen, aber das hätte sich in diesem Jahr wirklich nicht gelohnt, denn eigentlich hatten wir totales Münster-Wetter!!! (Hab mich wie zu Hause gefühlt :-).)


Seit 2 Tagen haben wir nun auch schon kein kaltes Wasser, und deshalb war uns unser Plumpklo in den letzten Tagen ein großer Segen. Bei meinem ersten Besuch des Plumpsklo's stellte ich fest, dass der viele Regen einen größeren Schaden an dem Selbigen und an den Zäunen zu unseren Nachbarn  angerichtet hatte. Ich wurde an das Gleichnis vom Klugen und Dummen Bauherrn erinnert. Wer auf Sand baut ... Gut das unser Haus ein festes Fundament hat!!!
So habe ich gestern ein paar Stunden damit verbracht den Schaden zu reparieren. Aber da wir ja so schönes Wetter hatten, und uns nach dem Wasser auch noch der Strom abgestellt wurde, hatte ich dabei eine richtig gute Zeit :-)



Alan, einer meiner Mitmissionare aus Amerika, liebt Bogenschießen und bietet einen Trainingskurs für unterschiedliche Gruppen an. Im letzten Jahr sind Valerie und er einmal wöchentlich damit in Nowie Brjan unterwegs gewesen, und jetzt bieten sie diesen Kurs auch hier bei uns in der Nachbarschaft an.


Alan hat Freunde, die Ihm bei der Finanzierung geholfen haben und so hat er richtig gutes Material.



Und Ihr könnt Euch vorstellen, dass vor allem die Jungen es wirklich lieben, auch wenn sie sich bei den "Trockenübungen" etwas komisch vorkommen. Ich bin ja immer etwas zaghaft, wenn es um gefährliche Sportarten geht, aber Alan und Valerie achten sehr darauf, dass sich wirklich jeder an die Regeln hält ...



 Es gibt Grenzlinien auf dem Boden, die erst nach bestimmten Trillerpfeifen pfiffen übertreten werden dürfen und auch sonst eine ganze Menge Sicherheitsregeln, damit nichts passiert.

 

 So darf zum Beispiel immer nur einer die Pfeile herausziehen.



Die Jungen haben viel Spaß dabei und lernen natürlich nicht nur Bogenschießen, sondern auch eine ganze Menge über Disziplin und hören zusätzlich noch Geschichten über König David.

Samstag werden wir im Zentrum von Saigrajewa ein kleines Fest haben, bei dem wir unseren Nachbarschaftsverein vorstellen. Bitte betet doch für gutes Gelingen. Ich berichte dann mal nächste Woche davon wie es war ...